just me ...

Buon giorno!

Nein, die Alte spinnt nicht total.

Am Samstag um 17 Uhr erhielt ich einen Anruf eines Kollegen, ich sollte doch bitte in ca 25 Minuten in Erlangen sein, sie würden mich dort aufgabeln und dann nach Italien fahren. Wohin wusste ich erst, als ich im KTW (Krankenwagen) sass.

Also schnell Weißzeug anziehen, Rucksack packen und ab ins Auto. Im KTW sass dann noch ein Notarzt, da der Patient laut Zentrale ärztliche Überwachung brauchte. Nun erfuhr ich auch, dass wir nach Venedig fuhren, um einen Patienten mit Verwirrtheit zurück in seine Heimat in die Nähe von Heilbronn zu fahren.

Um 17.30Uhr gings dann also los, mit einem Tankstopp kamen wir dann gegen 23.30Uhr in Venedig an. Nun mussten wir aber erstmal herausfinden, wie wir zu dem Krankennhaus (Ospedale Civile) kommen konnten. Mit dem Auto war dies natürlich nicht machbar. An einer Station der "Polizia" fragten wir also um Rat, was aber aufgrund der mangelnden Englischkenntnisse der dort anwesenden schwierig gestaltete. Am Ende wurde uns gesagt, dass wir doch bitte per Wassertaxi dorthin fahren sollten.

Leichter gesagt, als getan. Denn inzwischen war es weit nach Mitternacht und die meisten Wassertaxen hatten Feierabend. Das letzte Taxi fuhr uns quasi vor der Nase weg mit dem Kommentar "finito"! Unser Dok telefonierte also mit dem Krankenhaus und versuchte der Dame am Telefon verständlich zu machen, daß sie uns doch bitte ein Ambulanzboot oder ähnliches schicken solle. Leider stießen wir auf taube Ohren. Entweder sind die da so doof oder sie stellen sich nur so an, um weitere Arbeit zu vermeiden. *schulterzuck*

Kleines Suchspiel: Wer findet die "Sanitäter"??


Also Trage wieder in den KTW und per pedes und mit mobilem Navi Richtung Ospedale. Wir können jedem nur empfehlen, in einer Samstag Nacht in Dienstkleidung über 30 Minuten durch Venedig zu latschen. (Vorsicht: Ironie!)
An der angegebenen Adresse angekommen, mußten wir jetzt nur noch den Eingang finden. Eine Gruppe junger Leute kam uns zu Hilfe und erklärte uns in relativ gutem Englisch, wie man dorthin kommt. Und nun dürft ihr raten, was dort vor dem Eingang „lag“! Richtig ein paar Ambulanzboote.


Zufällig kam grade noch ein „Sani“ angefahren, auch diesem wollten wir unsere Lage verklickern, aber die Sprachbarriere war zu groß.
Endlich auf der richtigen Station angekommen, lief uns der Patient auch schon entgegen. Auch hier mußten wir wieder versuchen, den Pflegern unser Anliegen (per Boot oder sonst wie zurück zu unserem KTW zu kommen) erklären. Mit Hand und Fuß (und Bildern) ging das irgendwie. Allerdings zog sich das ganze in die Länge. Irgendwann lotste uns jemand zu einem Ausgang, wo 4 Sanis auf uns wartete. Da es inzwischen halb 3Uhr nacht war, könnt ihr euch die Begeisterung von denen vorstellen. Dann fuhren sie uns mit einem halsbrecherischem Tempo zurück zum Plaza di Roma (oder so). Gegen 3 Uhr konnten wir dann endlich die „Heimreise“ antreten.

Gegen 10 Uhr trafen wir dann in Heilbronn ein und übergaben den Patienten dem Personal in der dortigen Klinik. Mich würde ja interessieren, wie der Kerl überhaupt nach Venedig gekommen ist. Denn er hatte kein Gepäck dabei, war total verwirrt, sprach dauernd von irgendeiner Übung. Wir sollen alle die Lichter ausmachen und die Vorhänge schließen, ihm und uns Waffen verpassen und so weiter.

Nun gut. Das war mein eigentlich freies Wochenende … aber es muß ja auch blöde Leute geben ;-)

Ciaoi !!

5.6.07 22:19

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